Bruno Rosio

Das Gestalten hat Bruno Rosio als Werbegrafiker gelernt und während vieler Jahre sehr erfolgreich praktiziert. Wichtig war ihm stets, zusammen mit seinen Auftraggebern bildlich präzise Botschaften für die Kunden zu erarbeiten.
Eine Herzoperation beendete dieses Lebenskapitel jäh. Während der Erholung erwachten in Bruno Rosio die Farbenfreude und das Verlangen, im „nächsten“ Leben mit den Formen freier umgehen zu können - sein Schlüsselerlebnis war der spontane Kauf eines Kreidekastens.
Diese neue Freiheit ausnützend umfassen seine aktuellen Werke eine Vielzahl von Techniken, Dimensionen und Sujets. Aber alle sind das Resultat eines hart erarbeiteten schöpferischen Aktes. Rosio will nicht den Gegenstand, sondern das Innere des Betrachters darstellen, kontrollieren, was das Bild spiegelt, und letztendlich folgt der schwere Schritt des Loslassens. Diesen Weg geht er auch gerne gemeinsam mit anderen Menschen: Er bietet entsprechende Kurse in „action-painting“ an.
Und wenn wir Betrachter zum Schluss nicht die enorme Arbeit, die Versuche oder das Aufreiben sehen, sondern ein Gefühl von Leichtigkeit empfinden, ist dies für Bruno Rosio ein untrügliches Zeichen, dass das Werk gelungen ist.