12. und 13. Mai 2018

Vorstellung Samstag 12. Mai 2018 18 Uhr
Sonntag 13. Mai 2018 17 Uhr
Reservation galerie@kultur-garage.ch
oder Tel. 044 422 73 94 (edith eicher kulturvermittlung auch beantw.)
Preis 35 CHF
Reservierte Karten müssen 15min vor Vorstellungsbeginn abgeholt sein
Beschränkte Anzahl Sitzplätze
Türöffnung und Barbetrieb eine Stunde vor Beginn

«Ich bin ich, und hoffe es immer mehr zu werden»

Paula Modersohn-Becker in Briefen und Tagebüchern

 

 

Zusammengestellt von Daniela Colombo
Gelesen von Graziella Rossi & Helmut Vogel
Begleitet am Cello von Barbara Gisler

Eine szenische Lesung der Selbstzeugnisse Paula Modersohn-Beckers, dieser grossen Wegbereiterin der Moderne, der vielseitigen Malerin, die im Alter von nur 31 Jahren starb und deren Freundschaft mit Rainer Maria Rilke zu den faszinierenden Künstlerfreundschaften des 20. Jahrhunderts zählt.

 

Paula Modersohn-Becker
26. Juli 1900

«Mir kamen heute beim Malen die Gedanken her und hin und ich will sie aufschreiben für meine Lieben. Ich weiss, ich werde nicht sehr lange leben. Aber ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist? Und mein Leben ist ein Fest, ein kurzes intensives Fest.»

Otto Modersohn
11. Dezember 1905

Paula macht mir in ihrer Kunst lange nicht so viel Freude wie früher. Sie nimmt keinen Rath an – es ist sehr thöricht und schade. Riesige Kraftvergeudung. Was könnte die machen!

Paula Modersohn-Becker
17. Oktober 1907

Lieber Rilke
Mir scheint der Jüngling mit seiner zarten Überschwänglichkeit zu verschwinden und es fängt an, sich der Mann zu bilden mit weniger Worten, die mehr sagen. – Ich weiss nicht, ob dies auch Ihre Meinung ist, oder ob es meine Meinung bleibt oder ob es überhaupt eine Meinung ist, die Ihnen zu sagt. Jedenfalls soll es keine Beleidigung sein, wie manche Dinge, die ich manchmal gesagt habe, die aber auch keine sein sollten.